Damit es bei dir "Klick" macht:

Tipps und Tricks - für bessere Fotos

Ich möchte gerne meine Erfahrungen aus jahrelangem Fotografieren mit Interessierten teilen. Gleichzeitig lerne auch ich gerne dazu. So sollen meine Artikel ein Forum sein, um Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu beantworten und nützliche Tipps zu geben. 


Fotografieren statt Lernen!

Aller Anfang ist schwer, und so mancher Anfänger ist mit seinen Ergebnissen unzufrieden. Das Foto ist irgendwie langweilig, spricht dich nicht an, und die Bilder der anderen Fotografen scheinen immer besser zu sein als die eigenen. Aber lass dich nicht entmutigen: bekanntermaßen ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Keine Frage, es gibt gute Fachbücher, die wertvolle Tipps bereit halten. Aber am Ende des Tages bringt die ganze Theorie nichts, wenn ,man nicht dazu kommt, selbst zu fotografieren!  

Kaltes Wetter darf dich nicht abhalten!
Das Wasser taut die Eisschicht ab

Jedes Wetter hat seinen eigenen Reiz. Auch bei Schmuddelwetter lohnt es sich, einfach mal den inneren Schweinehund zu besiegen!

Zartes Rosa mit weiß - eine starke monochrome Wirkung
Eine zarte Schneeschicht bedeckt die Buschrosen

Schnee wird in unseren Breitengraden immer seltener, eine Folge des Klimawandels. Also schnell die Wintersachen angezogen und raus an die frische Luft, sobald die ersten Schneeflocken fallen!

Der Blick für das Kleine, Unscheinbare ist wichtig!
Wie Zuckerhüte in klein: Kapuzen aus Schnee

Man muss nicht immer weit fahren, um interessante Motive zu finden. Es gehört zur Fotokomposition, den Ausschnitt auf das zu begrenzen, was dich an der Szenerie gefesselt hat.



0 Kommentare

Brennweite digital

Du kennst das Problem: auf dem Objektiv steht eine Brennweite vom 50 mm, und der Bekannte, der alles weiß, sagt: "Das ist praktisch ein 75er."  Warum denn das? Und: stimmt das so generell? Nun, in der guten alten Analogzeit war eine 50mm Brennweite ein Normalobjektiv, weil der Bildwinkel von 45° der menschlichen Sichtweit entsprach. Aber schon damals hat man umgerechnet, z. B. lag der Bildwinkel beim Mittelformat bei etwa 80mm, somit kann das Ganze ja nichts mit Digital und Analog zu tun haben. Womit denn dann? Die Lösung ist verblüffend einfach!  

Diese Aufnahme mit einer 200er Brennweite ergibt auf einem "Vollformat"-Sensor, also 24x36 mm,  das gezeigte Bild.

Hier ist einmal die Größe des APS-C Sensors in das Vollformat-Bild  eingezeichnet. Die gleiche 200er Brennweite würde nur noch einen Ausschnitt des links gezeigten Bildes abbilden. 

Und schon wirkt die Aufnahme mit dem APS-C Sensor viel größer, nämlich so, als wäre sie mit einem 300er Tele entstanden. Und deswegen rechnet man die Brennweite einfach um, als wäre es tatsächlich eine um das 1,5fache "längere" Brennweite.


Damit das Ganze nicht so einfach bleibt, schreiben manche Hersteller vornehmlich bei ihren Kompakt- oder Bridge-Kameras direkt die umgerechnete Brennweite auf die Optik, damit man auch weiß, dass man jetzt z. B. auf Weitwinkel eingestellt hat. Das soll eine Erleichterung im Handling sein, und das ist es wohl auch. Aber die tatsächliche Brennweite ist es natürlich nicht!


Beachte den Hintergrund!

Durch den Sucher deiner Kamera sah alles noch so toll aus. Doch zu Hause, auf dem Computer, die Ernüchterung:

viele störende Nebensachen lenken vom Motiv ab. Das muss nicht sein. Worauf sollte man unbedingt achten?

Hier ein paar Ideen.

Hier wurde mit Pusten nachgeholfen
Pusteblume im Wind

So nicht!

Wie sieht das denn aus? Die Häuser im Hintergrund zerstören das ganze Bild! Hier hat nicht einmal die Offenblende geholfen. Also ganz wichtig: schon beim Blick durch den Sucher auf den Hintergrund achten. Und wenn etwas stört: einfach die Position ändern!

Ein TV-Bildschirm lieferte den schwarzen Hintergrund
Tulpen im Gegenlicht

Schwarz hilft

Wenn du den Hintergrund beeinflussen kannst, z. B. durch einen schwarzen Karton, dann hast du praktisch alle Dinge vermieden, die irgendwie störend auf dein Motiv wirken könnten. Achte aber auch auf vorhandene Flächen, die im Schatten liegen und eine ähnliche Wirkung haben.

Ein lichtstarkes Tele erzeugt die gewünschte Wirkung
Magnolie vor blauem Himmel

Harmonie auch

Potenziell ist auch hier der Hintergrund problematisch, weil recht unruhig. Durch die geringe Schärfentiefe und vor allem durch die Wiederholung des Motivs wird in diesem Bild die störende Wirkung abgeschwächt. Manchmal muss man das so in Kauf nehmen!



0 Kommentare

Nutze deinen Vorteil

Welchen Vorteil hast du gegenüber anderen Fotografen? Kommst du dahin, wo sie keinen Zutritt haben? Dann nutze diesen Vorteil zu deinen Gunsten! So schießt du einmalige Fotos!

Bogensport fördert Konzentration und Körperbewusstsein
Alle ins Gold!

Sportvereine

Der Bogensport ist für Alt und Jung interessant. Bist du in einem Verein, der das Bogenschießen betreibt, dann kannst du Aufnahmen von dieser Sportart machen, die andere eben nicht umsetzen können.

Ein einsamer Besucher
An der Route 1 am Pazifik

Dienstreisen

Auf einer Dienstreise kommst du möglicherweise in Gegenden, die dir sonst zu teuer wären. Nimm unbedingt deine Kamera mit! Halte deine Augen offen, und sei kreativ. Das obige Foto entstand in Kalifornien. Meine Dienstreise führte mich ins Silicon Valley, aber in der Freizeit konnte ich die Umgebung ein wenig erkunden und nach interessanten Fotomotiven Ausschau halten.

Der Affe springt mühelos von einem Baum auf den nächsten
Affentanz

Ein Zoobesuch

Einen Zoo hat praktisch jeder in der Nähe. Hier finden sich exotische Motive für deine Speicherkarte. Geduld ist eine der wichtigsten Tugenden, will man außergewöhnliche Schnappschüsse erhalten!



0 Kommentare

Die Wirkung der Farben

Wer in Farbe fotografiert, muss die Wirkung der unterschiedlichen Farben auf den Betrachter berücksichtigen, um ein stimmiges Bild zu gestalten. Hier in der Kürze kann das Thema nur kurz angerissen werden. Ziel ist, für den bewussten Einsatz von Farben zu sensibilisieren.

Gerade den Knospen entwischt: neue Blätter
Frühling: zartes Grün erwacht

Frische

Der abgebildete Grünton vermittelt uns den Eindruck von frischem Grün, so als wären die Blätter noch nicht lange am Baum. Diese Empfindung trügt nicht, denn die Aufnahme ist im Frühling entstanden.

Violett auf Braun: Mengenkontrast
Anspruchslos: Herbstzeitlose

Farbkontrast

Die Farben, die sich auf dem Farbkreis gegenüber liegen, nennt man "Komplementärfarben". Wenn eine Farbe nur wenig Raum auf dem Foto einnimmt, kann sie trotzdem durch den sogenannten Mengenkontrast die Bildwirkung stark prägen.

Kühler Abend, warmes Licht
Abends: schmale Gasse in Bonnieux

Kalt oder warm

Blau zählt man generell zu den kühlen Farben. Wobei unterschieden werden muss, um welchen Blauton es sich handelt. Wenn das Blau Rottöne beinhaltet, wird die Strenge der Wirkung wieder abgeschwächt.

Die warmen Farben im Bild geben ein wohliges Gefühl in dem kalten Umfeld.



0 Kommentare

Fotografie ist Lichtmalerei

Licht bestimmt unseren wichtigsten Sinn: das Sehen. Nur durch das reflektierte Licht erscheinen die Objekte in verschiedenen Farben. Das vorhandene Licht kann Strukturen betonen und Einzelheiten deutlich machen. Setzen wir es gezielt ein, dann wird das dem Ergebnis zugute kommen.

Lichtstrahlen bestimmen den Blick durchs Foto
Lichtstrahlen bringen Stimmung

Stimmung

Wohl nichts anderes kann die Bildwirkung so stark beeinflussen wir die Beleuchtung. Dabei kann das Sonnenlicht Mittags eher störend sein, wenn es harte Schatten wirft. Diesem Foto in der alten Fischauktionshalle in Hamburg sieht man es kaum an, dass es früh morgens entstanden ist.

Dünne Blüten lassen das Licht durch
Krokus im Gegenlicht

Lichtrichtung

Dünnwandige Gegenstände wir die abgebildeten Blüten können durch das Sonnenlicht zum Strahlen gebracht werden, wenn der richtige Standpunkt gewählt wird. Würden die Krokusse frontal beschienen, ergäbe das ein flaches, langweiliges Foto.

Von der Sonne verwöhnt: vertrocknete Blüte
Helle Bildteile ziehen den Blick an

Kontrast

Helle Bildteile ziehen den Blick magisch an. Mit diesem Effekt sollte man bewusst arbeiten, um so die Bildwirkung zu gestalten. Unwichtige Details, die nur ablenken würden, sollten im Schatten verschwinden, wenn sie nicht ganz aus dem Foto verbannt werden können.



0 Kommentare

Reduzierung auf das Wesentliche

Irgendetwas stört mich immer auf meinen Bildern. Warum ist das so? Wie vermeide ich diesen Eindruck? Mal sehen.

Bewegungsunschärfe macht Dynamik deutlich
Bewegung zeigt: hier wird getanzt!

Die Aufnahme

Um Ordnung in das Foto zu bekommen, muss man manchmal einfach nur unnötige Details ausschließen. Am besten achtet man schon darauf, während man durch den Sucher blickt. So werden störende Teile eliminiert.

Ausschnitt bestimmen in der Adobe Software
Komfortables Croppen in Lightroom

Die Bearbeitung

Schon in Adobe Lightroom lässt sich der gewünschte Bildausschnitt komfortabel festlegen. Hier kann man auch störende Details abdunkeln, damit sie nicht sofort die Blicke auf sich ziehen. Das aufrecht Stellen geht praktisch automatisch!

Ausschnitt im Buch, auf dem Bildschirm
Perfektes Werkzeug: Primatenhände

Die Präsentation

Letzte Gelegenheit, die Darstellung festzulegen. Das funktioniert beim Einbinden in die WebSite genauso wie bei der Bestellung eines Abzugs im Labor. 



0 Kommentare

Städtereisen mit Lust statt Last

Das Wochenende ist geplant: eine Stadt soll erkundet werden. Aber: die große DSLR Ausrüstung ist lästig, schränkt die Freude einfach zu sehr ein. Und trotzdem: ohne Kamera geht es nicht! Sonst würde man es bei jedem Motiv bedauern, keine dabei zu haben. Also das Smartphone?

Linien als Diagonale führen den Betrachter
Hamburg: der Hafen mit Windjammer

Meine Wahl

Ich nehme auf Städtereisen gerne die Olympus X-10 mit, eine kompakte Digitalkamera mit Sucher. Damit hebe ich mich von den Handy-Knipsern ab, alleine schon durch die Haltung des Gerätes.

Menschen in Bewegung bringen Leben ins Bild
Berlin: das Brandenburger Tor bei Nacht

Zubehör

Ein kleines Stativ (Mini-Tripod) ist leicht und verschwindet in der Tasche. So sind Nachtaufnahmen ebenso drin wie Fotos mit Selbstauslöser. Ich nehme ein altes von Minolta mit, das sich platzsparend "zusammenfalten" lässt. 

Die Perspektive macht das Top Bold aus
Kölner Dom: besondere Perspektive

Sonstiges

Nicht vergessen, die Zeit einfach zu genießen, im "Jetzt" zu leben und nicht nur an das Verarbeiten der Aufnahmen denken! 



0 Kommentare

Der richtige Augenblick

Zu spät abgedrückt, den schönsten Augenblick nicht gesehen, geschlossene Augen führen zu einem ungünstigen Gesichtsausdruck: wie kann ich mein Verhalten so optimieren, dass sich das möglichst nicht wiederholt?

Interesse an der Technik hat Priorität
Der rote Oldtimer ist ein Porsche 356

Aufmerksamkeit

Viele Situationen lassen sich vorhersehen, wenn man nur aufmerksam ist. Nicht nur das im Auge haben, wohin alle schauen. Besonders auch das Publikum beobachten. Überlegen: was würde ich jetzt machen, wohin würde ein kleines Kind laufen, wie reagiert der typische Mitteleuropäer? Nicht jede Wendung ist vorhersehbar, aber mit etwas Phantasie und Erfahrung werden die Bilder außergewöhnlicher, wird der Erinnerungswert steigen!

Bildaussage: Zier dich nicht!
Posing: colorierte Haare

Regie

Sicher wirken manche gestellten Fotos sehr gezwungen. Das muss aber nicht so sein. Wenn man durch ein kurzes Gespräch das Vertrauen der beteiligten Personen gewinnt, kann ein natürlich wirkendes Bild entstehen. Und so manche Person entpuppt sich dann als wahres Posing-Wunder!

Frontal, mit AF Nachführung
Nelson: Freude an der Bewegung

Technik

Insbesondere bei bewegten Motiven muss die Kamera unterstützen, um "das" richtige Foto zu erreichen. in diesem Fall ist es die (schnelle) Serienaufnahme und der Autofokus im Nachführ-Modus AF-S. Auch in allen anderen Situationen steht meine Kamera auf Serienaufnahme, meistens auf der langsameren Einstellung, und ich mache grundsätzlich und immer (!) mindestens 2 Aufnahmen. Es kostet ja auch nichts außer ein wenig Platz auf der Speicherkarte.



0 Kommentare

Welche Automatik soll ich verwenden?

Es ist nicht sinnvoll, alle Einstellungen der Kamera zu überlassen, zumindest dann nicht, wenn man eine gewisse Vorstellung davon hat, wie ein Bild nachher aussehen soll. Hier ein paar Tipps, was man tun kann, um nicht immer auf die Programmautomatik angewiesen zu sein.

Mit Zeit Priorität
Lange Belichtung zeigt die Bewegung

Blendenautomatik

Wenn man den Modus der Kamera auf "S" stellt, bedeutet das "Shutter Priority", man möchte also die Belichtungszeit selbst wählen, und die Automatik soll dazu passend die Blende einstellen. Dieser Modus war hier passend, weil die Bewegung des Hundes dargestellt werden sollten. Ich wählte für die Aufnahme 1/15 Sekunde Belichtungszeit, die Automatik stellte auf Blende F/3.0 bei ISO 500. Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, ist ein wenig Übung hilfreich.

Offenblende bei Landschaftsaufnahmen
Knappe Schärfe isoliert Bildinhalte

Zeitautomatik

Für dieses Foto wollte ich eine geringe Schärfentiefe erreichen. Somit habe ich den Modus "A" gewählt, was für Apperture Priority steht. Ich habe für das Freistellen die Offenblende (größte Blende, entspricht der kleinsten Ziffer) Blende gewählt, das war in diesem Fall F/2.8. Die Wirkung wird durch die Verwendung eines Teleobjektivs noch drastischer. Bei der Aufnahme oben hat die Zeitautomatik 1/8000 Sekunde eingestellt, was der starken Sonne und der hohen ISO Einstellung (ISO 800) geschuldet war.

Die Aufnahme entstand im Hochsommer in der Provence.

Hoher ISO Wert, empfindlicher Sensor
Wenig Licht, kein Blitz: in der Kirche

ISO-Automatik

Diese Automatik wird zwar nicht am Modus-Wählrad eingestellt, hat aber ebenfalls Einfluss auf die Belichtung der Aufnahme. Die Qualität des Fotos nimmt mit höheren ISO-Werten ab, allerdings hat sich die Technik mit den Jahren stark verbessert, so dass man heute doch mehr Reserven  hat, wenn das Licht einmal knapp ist. In diesem Fall habe ich den Modus auf "A" gelassen und der Kamera die Option gegeben, den ISO-Wert bis maximal 1600 zu erhöhen. Herausgekommen ist dabei bei voll geöffneter Blende (F/1.8) ein Wert von 1250 und eine Belichtungszeit von 1/500 Sekunde (!).

Die Aufnahme entstand im sogenannten Eifeldom.



0 Kommentare