Die Bildaussage: Fotos bewusst gestalten

Warum wird das eine Bild ganz genau angesehen, während das nächste kaum Beachtung findet? Fesselt man den Betrachter durch geschickte Blickführung, dann entscheidet der Fotograf und nicht der Interessent, wie intensiv das Foto wahrgenommen wird!

Dackelblick ohne Wirkung
Angeleint: "Nimm mich mit", sagt der traurige Blick

Einsamkeit

Die rote Leine führt den Blick zum Motiv: der allein gelassene Hund wirkt durch seinen traurigen Blick ins Leere. Die triste Umgebung unterstreicht die Stimmung, und der Blick von oben lässt die arme Kreatur noch bedauernswerter erscheinen!

Augen geschlossen, trotzdem offene Wirkung
Seelig vor Glück. Wirkt völlig ohne Worte!

Glücklich

Auch ohne den Bräutigam wird schnell klar: die Braut ist glücklich über ihre Wahl, glücklich, dass er "Ja" gesagt hat. Sie genießt den Augenblick und ist ganz in ihrer Welt. Der knappe Bildausschnitt lässt das Auge des Betrachters nicht von der Mimik abschweifen.

Blickrichtung bestimmt, wie der Betrachter sieht
Anteilnahme und Aufmunterung zeigt die Mimik

Interesse

Auch hier ist die Konzentration auf das Wesentliche ein gestalterisches Mittel, um den Betrachter gezielt durch das Bild zu führen. Wichtig sind die Augen der beiden Mädchen, wobei das größere Interesse am Leid des kleineren zeigt, welches die Tränen abwischt. Die Arme begrenzen den Weg durch das Foto, störendes Beiwerk wurde abgeschnitten.



Kommentar schreiben

Kommentare: 0