Warum gefallen meine Fotos nicht?

Du siehst durch den Sucher deiner DSLR, wählst den Ausschnitt, lässt die Kamera scharfstellen und machst die Aufnahme. Auf dem kleinen Display deiner Kamera sieht noch alles gut aus, aber zu Hause, auf dem PC, folgt dann die Ernüchterung:

Das Motiv hebt sich kaum vom Hintergrund ab, unwichtige Bildelemente ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, die Bildwirkung hat mit der Situation, wie du sie in Erinnerung hast, nicht mehr viel gemeinsam.

Was ist hier schief gelaufen? Taugt die Technik nichts? 

Tele-Objektiv mit Offenblende: wenig Schärfentiefe
Offenblende: Foto wie im Sucherbild

Offenblende

Alle modernen DSLR arbeiten mit der sogen. Offenblendenmessung. Das bedeutet, dass die Blende des Objektivs maximal geöffnet ist, und das wiederum ergibt eine minimale Schärfentiefe.

Das Motiv hebt sich schön vom Hintergrund ab. Beim Blick durch den Sucher, aber nicht auf der Aufnahme!

Das Makro-Objektiv erlaubt kurze Entfernungen
Offenblende: märchenhafte Stimmung

Automatikmodus

Wenn dein Bild genauso werden soll wie es der Blick durch den Sucher zeigt, dann drücke die Abblendtaste (falls vorhanden) und stelle im Modus Zeitautomatik (A) die Blende passend ein. Wer mit offener Blende fotografieren will, aber vollautomatisch, kann das Portrait-Programm verwenden.

Kein Goldener Schnitt, trotzdem gut!
Spirale: Türknauf in Gordes (Provence)

Komposition

Störende Linien im Bild fallen eher auf, wenn die Blende nicht vollständig geöffnet ist. Auch hierfür bietet die Abblendtaste eine Möglichkeit, die Wirkung zu überprüfen. Nötigenfalls einfach den Standpunkt leicht ändern, damit die ablenkenden Details aus dem Bild "wandern".



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